Printmailing erlebt im E-Commerce ein Comeback. Während digitale Postfächer überquellen und Öffnungsraten sinken, landet ein physisches Printmailing direkt auf dem Küchentisch – und wird wahrgenommen. Die Zahlen geben dem Kanal recht: Laut der CMC Print-Mailing-Studie 2025 erzielen Werbebriefe an Bestandskund:innen eine durchschnittliche Conversion Rate von 4,1 % und einen Werbeertrag (ROAS) von 1.011 %. In diesem Beitrag erfährst du, wie Printmailing funktioniert, was es kostet und wie du es über Klaviyo automatisierst.
Was ist Printmailing?
Ein Printmailing ist ein physisches Werbemittel – meist Postkarte, Brief oder Selfmailer –, das gezielt an eine definierte Empfängergruppe versendet wird. Anders als eine ungezielte Wurfsendung basiert ein gutes Printmailing auf CRM-Daten: Es geht an ausgewählte Segmente, ist personalisiert und verfolgt ein klares Ziel, etwa die Reaktivierung inaktiver Kund:innen.
Die gängigsten Formate sind die DIN-A6-Postkarte als kosteneffizienter Standard, der Brief für erklärungsbedürftige Angebote und der Selfmailer für besonders aufmerksamkeitsstarke Kampagnen. Welches Format passt, hängt von Ziel, Budget und Zielgruppe ab.
Der entscheidende Vorteil gegenüber digitalen Kanälen liegt in der Aufmerksamkeit. Ein Brief wird garantiert zugestellt und physisch wahrgenommen. Es gibt keinen Spam-Filter, keine überfüllte Inbox und keine sinkenden Öffnungsraten. Genau dadurch erreicht physische Werbung auch jene Kontakte, die digital längst nicht mehr reagieren.
Wie wirkt Printmailing im E-Commerce?
Die Wirksamkeit physischer Werbung ist gut dokumentiert. Die CMC Print-Mailing-Studie 2025, an der sich 43 Online-Shops mit über 1,15 Millionen Sendungen beteiligten, liefert belastbare Zahlen zur Bestandskundenaktivierung:
- 4,1 % Conversion Rate auf alle versendeten Mailings
- 1.011 % Werbeertrag (ROAS) – pro eingesetztem Euro kommen 10,11 € zurück
- 12 % der Empfänger:innen besuchen nach Erhalt den beworbenen Shop
- 37 % der Bestellungen erfolgen in den ersten zwei Wochen
- 13 % höherer Warenkorb gegenüber der vorherigen Bestellung
Diese Werte erklären, warum ein gut gemachtes Printmailing gerade bei Bestandskund:innen zum messbaren Performance-Kanal wird – und nicht nur ein nettes Branding-Extra bleibt. Entscheidend ist dabei die Segmentierung: Je relevanter die Auswahl der Empfänger:innen, desto höher fällt die Response aus.
Printmailing oder E-Mail? Die Kombination entscheidet
Printmailing ist kein Ersatz für E-Mail-Marketing, sondern dessen stärkste Ergänzung. E-Mail bleibt der schnelle, günstige Kanal für hohe Frequenz – Print liefert den haptischen Touchpoint, der heraussticht und auch bei abgemeldeten oder inaktiven Kontakten ankommt.
Der größte Effekt entsteht im Zusammenspiel. Ein Kontakt, der drei E-Mails ignoriert hat, reagiert auf eine Postkarte oft sofort. Umgekehrt verstärkt eine vorbereitende E-Mail die Wirkung des physischen Mailings. Wer beide Kanäle datenbasiert kombiniert, holt aus jedem Segment das Maximum heraus – statt sich auf einen einzigen Touchpoint zu verlassen.
Was kostet ein Printmailing?
Die Kosten setzen sich aus Porto und Produktion zusammen. Über die Dialogpost der Deutschen Post versendest du ein Printmailing ab rund 0,36 € pro Sendung bei einem Gewicht bis 20 Gramm; bei 20 bis 50 Gramm sind es etwa 0,42 €. Voraussetzung für diese vergünstigten Konditionen ist eine Mindestmenge von 5.000 Stück.
Hinzu kommen die Produktionskosten für Druck, Papier und Personalisierung. Als Richtwert: Ein erstes Mailing mit 5.000 personalisierten DIN-A6-Postkarten liegt inklusive Porto bei rund 2.100 bis 2.500 €. Klingt nach einer Hürde – relativiert sich aber schnell. Bei einem Werbeertrag von über 1.000 % amortisiert sich die Investition mit den richtigen Segmenten innerhalb weniger Wochen.
Printmailing automatisieren mit Programmatic Print
Der größte Hebel entsteht, wenn Print kein einmaliges Projekt bleibt, sondern fester Bestandteil deiner Marketing-Automation wird. Genau das ermöglicht Programmatic Printmailing: Über die Schnittstelle zwischen Klaviyo und der Deutschen Post wird ein Printmailing automatisch aus deinen Flows ausgelöst – ganz ohne manuellen CSV-Export.
Ein Trigger wie ein Kauf, eine Inaktivität von 90 Tagen oder ein VIP-Status genügt, und das passende Mailing wird produziert und versendet. Damit lässt sich Print exakt wie E-Mail oder SMS steuern: datengetrieben, segmentiert und vollständig messbar. Typische Anwendungsfälle sind:
- Winback-Automation: E-Mail, dann WhatsApp, dann Print als letzte Eskalationsstufe
- Reaktivierung inaktiver Kund:innen, die keine E-Mails mehr öffnen
- VIP-Mailings mit exklusiven Angeboten für deine besten Kund:innen
- Geburtstags- oder Jubiläums-Postkarten als persönlicher Touchpoint
Für wen lohnt sich Printmailing?
Print entfaltet seine Stärke vor allem in der Bestandskundenaktivierung. Besonders lohnenswert ist ein Printmailing, wenn ein relevanter Teil deiner Liste keine E-Mails mehr öffnet oder sich abgemeldet hat, wenn du Kund:innen mit hohem Customer Lifetime Value zurückgewinnen willst oder wenn dein Wettbewerb rein digital kommuniziert und du dich bewusst abheben möchtest.
Für die reine Neukundenakquise über kalte Adressen ist Print dagegen teurer und weniger zielgenau. Hier spielen digitale Kanäle ihre Stärken aus. Der Sweet Spot des Kanals liegt klar in der Aktivierung und Bindung bestehender Kontakte.
Du möchtest Printmailing als Performance-Kanal in deine Klaviyo-Automation integrieren? Als spezialisierte Klaviyo-Agentur mit Print-Erfahrung helfen wir dir, die richtigen Segmente, Trigger und Creatives aufzusetzen – damit physische Werbung messbar zum Umsatz beiträgt.
Häufige Fragen
Was ist ein Printmailing?
Wie hoch ist die Conversion Rate von Printmailings?
Was kostet ein Printmailing?
Kann man Printmailing automatisieren?
Für wen lohnt sich Printmailing?
Quellen







